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Freitag, 23. September 2011, 17:21

Neue Masche der Telefonabzocker – Betrug unter dem Namen von Versicherungen

Zielgruppen: Unternehmen und Verwaltungen

Wer im Büro von einer Betriebsgenossenschaft oder einer Unfallkasse
angerufen wird, sollte ganz genau hinhören und Vorsicht walten lassen.
Es gibt eine noch recht neue Abzocke-Methode, bei der sich Anrufer als
Unfallversicherer oder ähnliche Gesellschaften ausgeben und vehement
versuchen, dem Gesprächspartner einen mündlichen Vertrag anzudrehen.
Dabei stehen weniger Privatleute im Fokus der Betrüger, als vielmehr
Firmen und öffentliche Verwaltungen.

Verkauf von Arbeitsschutzmaterialien

In der Regel geht es bei dieser Abzocke um den Verkauf von
Arbeitssicherheitsmitteln wie Verbandskästen, eventuell Schutzkleidung
und sonstigem Sicherheitsbedarf. Dabei soll dem Anrufer das Gefühl
vermittelt werden, dass er mit einem sachkundigen und zum Verkauf
legitimierten Vertreter einer Kasse oder Genossenschaft spricht. Da
Betriebe oft im Sicherheitsbereich empfindlich reagieren, baut der
Anrufer Druck auf, indem dieser auf neue Sicherheitsvorgaben gemäß der
geltenden Richtlinien hinweist. Teilweise wird sogar gedroht, das
zuständige Amt zu benachrichtigen, falls die erforderlichen
Sicherheitsmaßnahmen nicht nachgerüstet – also vom Anrufer erworben –
werden. Und das reicht häufig schon aus, um die Produkte zu verkaufen.
Die Betrüger weisen oft auf die DGUV-Vorschrift 2 hin, wobei es sich um
Vorgaben zur betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung in
den Betrieben handelt. Es bietet sich daher an, auf der Hut zu sein und gegebenenfalls die DGUV oder die Handelskammer anzusprechen.
Rufnummer notieren

Solltet ihr einen solchen Anruf entgegennehmen – zum Beispiel im
beruflichen Kontext –, ist es hilfreich, wenn ihr die Rufnummer direkt
an die Bundesnetzagentur weiterreicht und kurz schildert, worum es sich
handelt. Und nicht vergessen, die Nummer immer notieren um wem es sich bei dem vermeindlichen Anrufer handelt, und diese dann sofort weiterleiten. Damit schützt ihr andere, die über diese Masche eventuell noch keine
Informationen haben und gegebenenfalls darauf reinfallen würden. Es kann
auch helfen, die Mitarbeiter und Kollegen im Rahmen einer Mail vor dem
ominösen Anrufer zu warnen.

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